Einsatznummer 2013-23
Datum Freitag, 31. Mai bis Sonntag, 2. Juni 2013
Uhrzeit 23:00 Uhr
 
Einsatzstichwort Hilfeleistung H2
Einsatzort Stadtgebiet Süßen
 
Ausgerückte Fahrzeuge KdoW, LF 8, DLK 18/12, GW-L, MTW
Eingesetzte Einsatzkräfte 46
 
Einsatzende 01:45 Uhr
 
 
Einsatzbericht
Nachdem sich bereits den Freitag über abzeichnete, dass mit nicht unerheblichen Niederschlagsmengen zu rechnen war, kamen mit Überschreiten der 3-Meter-Marke am Filspegel Salach um 23:00 Uhr die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Süßen, Vertreter der Stadtverwaltung sowie des Bauhofs zusammen um sich auf ein drohendes Hochwasser einzustellen.
 
Im Rahmen einer ersten Erkundungsfahrt war dann auch gleich ein Eingreifen seitens der Feuerwehr notwendig: in der Silcherstraße drohte ein Hasenstall von den Wassermassen weggespült zu werden. Zusammen mit dem Besitzer konnte das Tier in letzter Minute ins Trockene gebracht werden.
 
Da zwischenzeitlich das Wasser bis an die Terrassentüre des Gebäudes in der Silcherstraße stand, wurden mit dem Gerätewagen Logistik Sandsäcke angeliefert. In die Filsstraße wurden derweil 180 Sandsäcke gebracht, um die Schutzwälle der Anwohner zu erhöhen. Des Weiteren wurde das Wasser auf einer vollgelaufenen Terrasse abgepumpt.
 
Parallel wurden weitere Einsatzstellen im Stadtgebiet erkundet. Ein Einsatz der Feuerwehr war dabei an der Trafostation im Filsbogen erforderlich, deren Tür mit Sandsäcken gesichert wurde. In der Sudeten- sowie der Barbarossastraße wurden den Bewohnern unter anderem Tauchpumpen zur Verfügung gestellt.
 
Regelmäßig wurde zudem das Grau'sche Wäldchen angefahren um den Bereich um das Wehr im Einlauf des Mühlkanals zu kontrollieren. Dies ist notwendig, da bei hohen Pegelständen der Fils die Gefahr besteht, dass bei Versagen dieses Wehrs große Teile der Stadtmitte überflutet werden.
 
Am Samstagmorgen meldete die Leitstelle Göppingen gegen 8:45 Uhr den im Gerätehaus anwesenden Einsatzkräften Wasser in einer Tiefgarage in der Hochstraße. Trotz des Einsatzes einer extra für diese Fälle vorgehaltenen Hochleistungspumpe dauerte es über drei Stunden bis die Garage, in der das Wasser ca. 20 cm hoch stand, leergepumpt war.
 
Im weiteren Verlauf des Tages wurde in der Barbarossastraße über die Drehleiter das Fallrohr einer Dachrinne frei gemacht. Die Verstopfung führte dazu, dass in zwei Wohnungen sogar aus den Steckdosen Wasser drang. Außerdem musste eine Einsatzstelle aus der Nacht erneut angefahren werden, da wieder Grundwasser ins Untergeschoss drängte.
 
Bei einer der regelmäßigen Kontrollfahrten zum Grau'schen Wäldchen wurde gegen 17:00 Uhr festgestellt, dass der Filspegel eine kritische Höhe erreicht hatte. Zur Entlastung des Mühlkanal-Wehrs wurde in Abstimmung mit Vertretern des Landratsamts entschieden, den Damm in Richtung Badplätze aufzubaggern, um diese Fläche kontrolliert zu überfluten. Kurz vor Mitternacht wurde der Durchbruch verbreitert, nachdem sich die Situation nochmals verschärft hatte.
 
Die letzten Arbeiten in einzelnen Gebäuden zogen sich bis in die Nacht zum Sonntag. Zusammen mit dem Einsatz am Steg im Filsbogen war die Freiwillige Feuerwehr Süßen an diesem Wochenende über 625 Mannstunden im Einsatz. Unterstützt wurde sie dabei tatkräftig von den Bauhofmitarbeitern und Vertretern der Stadtverwaltung.
 

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